Sicher ist jeder von uns schon einmal vor dem einen oder anderen Schaufenster stehen geblieben und hat wunderschöne und oftmals total lebensecht wirkende weibliche Schaufensterpuppen bewundert, mit deren Hilfe die Händler ihre Kollektionen zur Schau stellen und die Passanten auf ihr Geschäft aufmerksam machen wollen.
Wer mit offenen Augen durch die Geschäftsviertel und Ladenpassagen geht, oder auch in den Warenhäusern und Shopping-Centern seinen Blick schweifen lässt, der wird sicherlich faszinierend schöne Schaufensterpuppen aus Plastik oder Fiberglas finden, die in verführerischen Posen, wie zum Beispiel die sitzende Schaufensterfigur, die mit übereinander geschlagenen Beinen und verruchtem Blick die neueste Dessous-Kollektion anpreist, finden.
Natürlich gibt es auch für die Dame so manchen Blick von einem Mannequin als männliche Schaufensterfigur zu erhaschen.
Viele Dekorateure versuchen auch neben der männlichen und weiblichen Dekopuppe mit Kinder Schaufensterfiguren zu arbeiten, da sich so die klassische Familie als Kunde gewinnen lässt und Schaufensterpuppen mit fröhlichem Kinderlachen sehr verkaufsfördernd wirken können.
Gebrauchte Schaufensterpuppen geliefert von einem Puppen Shop
Neulich wurde ich Zeuge, wie bei einem Geschäft für Damen-Oberbekleidung, das sich auf hochwertige Mode spezialisiert hat, eine Lieferung mit Schaufensterpuppen ankam und freudig in Empfang genommen wurde.
Wie ich den Gesprächen der Mitarbeiterin mit dem Lieferanten entnehmen konnte, handelte es sich dabei durchweg um gebrauchte Schaufensterpuppen und neben einigen PE Schaufensterfiguren aus China, sollte eine besonders wertvolle Modepuppe dabei sein.
Nachdem einige stehende und sitzende Mannequins aus dem LKW geladen und mit wenigen Handgriffen aus ihren Einzelteilen zusammen gebaut waren, schien man zum Höhepunkt der Lieferung zu kommen.
Eine weibliche Schaufensterfigur mit einer Kinderpuppe an der Hand
Der Fahrer bat einen männlichen Mitarbeiter des Geschäftes, da er die letzte Kiste nicht alleine abladen könne, da sie ziemlich groß und empfindlich sei.
Nachdem sie zu zweit eine große Kiste in den Laden gebracht hatten und diese geöffnet war, kam unter einem dicken Bausch Holzwolle eine weibliche Schaufensterpuppe mit einer Kinder Schaufensterpuppe an der Hand zum Vorschein. Es handelte sich dabei nicht um eine moderne Plastik Schaufensterpuppe, sondern um Modepuppen aus den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts, die noch aus Gips gefertigt waren und einen aus Wachs geformten Kopf trugen.
Bei näherer Betrachtung fiel auf, wie liebevoll dieses wunderschöne Paar realistischer Schaufensterpuppen aufgearbeitet worden war.
Sogar die Gelenke waren erneuert worden, so dass diese Schaufensterpuppen beweglich blieben und flexibel einsetzbar sind.
Der einzige Wermutstropfen dabei ist allerdings, dass diese beiden Mannequins nicht mehr zerlegbar und deshalb schwer zu transportieren sind.